Taufbuch und Traubuch nachdrucken lassen

Der alte Band ist brüchig, die Tinte ist blass, und trotzdem wird er fast jede Woche aufgeschlagen. Ein Nachdruck aus dem vorhandenen Scan nimmt ihm diese Last. Das Original bleibt im Archiv liegen, gearbeitet wird mit dem neuen Buch.

Warum der alte Band Ruhe braucht

Jedes Aufschlagen, jedes Auflegen auf die Kopierglasscheibe kostet ein altes Buch etwas. Die Kirchenbuchordnung der EKD zieht daraus eine klare Folge: Kopien aus einem Kirchenbuch sind nur zulässig, soweit dadurch der Erhaltungszustand des Buches nicht gefährdet wird. Hinzu kommt, dass Kirchenbücher ihren Aufbewahrungsort nur bei Gefahr oder mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde verlassen dürfen und an Dritte nicht verliehen werden. Ein Nachdruck ist damit der bequemste Weg, den Inhalt in die Hand zu nehmen, ohne den Band zu bewegen.

Welche Bände in Frage kommen

Wir drucken jeden Band, der als PDF-Datei in DIN A4 vorliegt: Tauf-, Trau-, Sterbe- und Konfirmandenbücher, Kommunionverzeichnisse, Familien- und Seelenregister, Chroniken, Protokollbücher. Besonders häufig geht es um die ältesten Jahrgänge. Bücher, die vor dem 1. Januar 1876 geführt wurden, gelten als öffentliche Personenstandsregister; Auszüge daraus haben die Bedeutung standesamtlicher Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden. Deshalb werden gerade diese Bände von außen angefragt – von Behörden und von Menschen, die ihre Familie erforschen – und liegen entsprechend oft auf dem Tisch.

Wir brauchen den Scan, nicht das Buch

Schicken Sie uns niemals den Originalband. Er soll ja gerade dort bleiben, wo er ist. Das Einscannen selbst gehört auch nicht zu unserem Angebot; viele Landeskirchen haben ihre Bestände längst verfilmt oder digitalisiert und geben die Dateien auf Anfrage heraus. Was wir brauchen, ist eine PDF-Datei je Band, DIN A4, die Seiten in der Reihenfolge des Originals. Geprüft wird beim Hochladen dreierlei: ob sich die Datei öffnen lässt, ob das Format DIN A4 ist und ob die Seitenzahl zur Datei passt. Wie scharf oder wie hell eine bestimmte Seite im Scan geraten ist, sagt Ihnen niemand außer Ihrem eigenen Blick – gehen Sie die Datei deshalb vorher einmal durch.

Wie der Nachdruck aussieht

Der neue Band ist ein Hardcover in DIN A4, fadengeheftet und auf alterungsbeständigem Papier nach ISO 9706 gedruckt. Er liegt beim Aufschlagen flach auf dem Tisch, was das Nachschlagen erleichtert. Auf den Rücken können der Name der Gemeinde und die Jahre des Bandes, damit Original und Nachdruck im Regal nicht verwechselt werden. Für Nachdrucke gibt es keine eigene kirchliche Vorschrift – die Ordnungen regeln die Führung der laufenden Bücher. Wir halten uns trotzdem an denselben Materialstandard.

Was ein Nachdruck kostet

Für einen Band mit 400 Seiten in einem Exemplar nennt unser Beispiel rund 28 Euro netto. Dazu kommen die Umsatzsteuer der Werkstatt und die Versandpauschale, die je Lieferanschrift berechnet wird; Ihren eigenen Betrag zeigt Ihnen die Seite nach dem Hochladen. Brauchen Sie mehrere Stücke – eines fürs Gemeindebüro, eines für den Lesesaal –, geben Sie das in derselben Bestellung an. Sobald der Auftrag in der Werkstatt eingegangen ist, erfahren Sie von dort, wann die Bände fertig sind.

Lassen Sie den alten Band künftig liegen

Legen Sie ein Konto an – kostenlos, mit Ihrer E-Mail-Adresse. Dann laden Sie den Scan hoch und sehen, was der Nachdruck kostet. Sie haben die Datei noch nicht oder wissen nicht, wen Sie im Archiv danach fragen sollen? Schreiben Sie uns, wir überlegen mit.

Für den laufenden Jahrgang aus Ihrem Programm gilt ein anderer Weg: Lose Blätter zum Kirchenbuch binden lassen. Wenn das Archiv ein zweites Exemplar erwartet, lesen Sie Zweitschrift fürs Landeskirchenarchiv drucken lassen. Den Überblick gibt die Zur Startseite: Kirchenbuch drucken lassen.